Was, warum, wo und wer wir sind...

Zuerst muß ich mitteilen das diese deutsche Version unseres Websites, VIEL kleiner ist als der auf Englische Version.

In der Tat, es ist nur ein paar Seiten.

 

 

Was ist Motion Tracking? -- ein Video-Tournee

Project mit Behinderten.

FlowerWineMoonMe  

1000 Gestures

 

Übersicht:

Als Tanzkompanie haben wir einen besonderen Fokus: wir holen die Entwicklungen aus den Wissenschaften und den neuesten Computertechnologien in den Tanz. Wir sind bekannt für unsere "interaktive Arbeit" -- durch Bio-sensorik und Motion Tracking werden Musik, Licht und Projektionen von den Bewegungen der Tänzer gesteuert.

Schwer vorzustellen?- Deshalb gibt es viele Videos.

Der künstlerische Leiter von Palindrome ist der Tänzer und Choreograph Robert Wechsler. Sein Interesse an der Arbeit mit Sensoren und Bühnentechnologie geht zurück bis in die frühen 70er, als er elektronische Teile entwickelte die Laute produzierten, entsprechend der von ihm selbst produzierten Körperbewegungen. Das alles passierte in Iowa (USA), während er gleichzeitig Genetik und Tanz studierte. Sein ungewöhnliches Interesse brachte ihn nach New York City, wo er sich als Tänzer und Choreograph etablierte (BFA, SUNY Purchase; MA, NYU). Er fand gleichgesinnte Künstler und Wissenschaftler, mit denen er 1982 Palindrome gründete - die erste Tanzkompanie gewidmet der besonderen Beziehung von Wissenschaft und Tanz.

Palindrome stieß auf Resonanz in Europa und fand 1989 in Deutschland in Nürnberg, ein neues Zuhause. Zusammen mit Manuela Hüpper (heute erste Vorsitzende der Company), entstanden über ein Dutzend neuer Stücke und Palindrome wurde zunehmend bekannter.
Palindrome reist seitdem zu Gastspielen quer durch die Welt: Rom, Tokio, New York, Paris, London, Amsterdam, Oslo, Buenos Aires, Budapest, Montreal, Prag und zu allen großen Städten in Deutschland.

Für seine kreative Umsetzung moderner Technologien im Tanz bekam Palindrome viel Anerkennung: Monaco Dance Forum (Jury Auswahl 2006); Erste Preis Berlin Transmediale 2002, Erste Preis CynetArt 2000; Fulbright Fellowship. Die Kompanie ist gefördert vom Land Bayern, der Stadt Nürnberg und dem Goethe Institut.

Künstler und Projekte:

Die bedeutenste künsterlische Partnerin an der Seite von Robert Wechsler ist die Tänzerin Helena Zwieauer. Sie (co-) choreographierte einen wesentlichen Teil der jüngeren Werke. Wichtige Tanzpartner waren außerdem Frey Faust und Brenda Daniels.

Die Idee, Computertechnologien direkt auf der Bühne und im Tanz anzuwenden, ging aus der Partnerschaft mit dem Ingenieur und Interaktiv-Designer Frieder Weiß hervor. Er erarbeitete mit Palindrome über 30 Bühnenstücke in den Jahren 1995-2006.

2005/06 kreierte Palindrome zwei Opern: "Brother/Sister" (oder auch: "Blinde Liebe: eine Geschichte über Liebe und Mord") komponiert von Erling Wold, einem langjährigen Freund und Partner. Zur Premiere kam Brother/Sister in Nürnberg und wurde danach beim International Arts Festival in San Francisco aufgeführt. "Jenseits der Schatten" nach der Musik von VladimirTarnopolsky, war eine Auftrags-produktion der Oper der Stadt Bonn in 2006. Die Bühnen-künstlerin (Lichtdesign, Fotografie, Schauspiel, Tanz) Diana Wildschut spielte eine wichtige Rolle in beiden Produktion-en, genauso wie der DJ und Designer Babis Cloud.

Andere wichtige Musiker und Komponisten sind: Erich Kory, Florian Müller, Butch Rovan, Orm Finendahl, Pete Dowling, Pablo Palacio, Andrea Cera und Dan Hosken.

 


Was bedeutet Interaktiv?

Früher - sagen wir vor 10.000 Jahren, waren Performances viel interaktiver als heute. Alltagswelten und künstlerischer Ausdruck waren weniger voneinander getrennt, auch die Grenze zwischen performer und Publikum war in der Regel nicht so starr wie heute. Hinzu kommt, dass die Künstler untereinander in stärkerer Verbindung und Abhängigkeit zueinander standen. Kein Tänzer braucht heute einen Musiker, er legt eine CD ein. Auch wegen dieser endlosen Reproduzierbarkeit und Verfügbarkeit von Kunst, hat besonders die Tanz -Performance ihr interaktives Moment zunehmend verloren. Was wir heute auf der Bühne sehen ist meistens sehr genau inszeniert und wiederholbar. Die Musik wird abgespielt, nur selten arbeiten Tänzer direkt mit Musikern zusammen und die Rolle des Publikums ist reduziert auf stilles Zuschauen und Händeklatschen am Ende.

Neue Technologien auf die Bühne zu bringen, bedeutet nicht unbedingt das Interaktivität entsteht. Es bedarf eines besonderen Fokus und eines besonderen Gebrauchs. Für Palindrome bedeutet das z.B., das die eingesetzten Medien Projektionen, Sounds, Licht die den Tänzer begleiten, nie genau festgelegt sind, sich nie genau wiederholen. Es entsteht immer etwas Neues, Ungeplantes, ein lebendiger Moment zwischen Tänzer und Technologie.

In unserer Arbeit benutzen wir vorwiegend motion tracking, d.h., Sensoren messen die Bewegungen der Tänzer. Diese Daten werden an einen Computer weitergeleitet und dann für andere Medien nutzbar gemacht.  Welche Art von Sensoren wir einsetzten, hat Einfluss auf die Gestaltung des Tanzstücks.
Wir wählen zwischen zwei grundsätzlich verschiedenen Ansätzen:

1. Videokameras oder andere äußere, raumbezogene Geräte (Infrarot, Sonar)
2. Körpergetragene Elektroden und andere körperbezogene Hilfsmittel.

Eine detaillierte Beschreibung findet sich unter Technologie auf dieser Website.